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Zukunftsblick: die Liga der Kulturkatapulteure

Aus meiner Radiosendung "Bliss to Business!" - Station Zeitsprung nov 2020

 

Liebe aufmerksame Menschen aus allen Teilen der Welt. Lauschen Sie unseren aktuellen Meldungen aus der Redaktion für Wirtschaftsfreuden.

 

Heute versorgen wir Sie mit wirtschaftsfreudigen Nachrichten aus der Branche der Kultur Katapulteure, english: catapulters of culture.

 

Sie springen wachsam und unvoreingenommen zwischen den weltweit unterschiedlichen kulturellen Traditionen ebenso wie zwischen den auf künstliche Intelligenz fixierten kulturellen Neuentwürfen.

 

Die Liga der Kultur Katapulteure setzt ihre Produkte und Services ein,

um uns aus einem trägen Lebensstil Einheitsbrei oder einem aggressiven Kulturfanatismus herauszuschleudern. Sie machen der globalen Kreativwirtschaft Beine.

 

Bevor die Kultur Katapulteure in Aktion traten, war so etwas das täglich schimmelige oder trockene Kulturbrot, das wir konsumierten:  

 

Kulturtechniken wie Handschrift benutzen, Kochen oder Handwerkern können, waren verkümmert, da solche Fähigkeiten an digitale Ersatzhelfer delegiert worden waren.

 

Wir hatten den Bezug zu Kulturschätzen, die sich in Dingen, Orten und Personen verbargen, verloren.

 

Typisch waren öffentliche Inszenierungen von Massenzusammenkünften, auf denen man immer die gleichen menschlichen oder robotischen Idole aus Kunst oder Sport, aus Politik; Wissenschaft oder Wirtschaft in realen oder virtuell konstruierten Erlebniswelten anbeten konnte.

 

Es gab eine Endlos-Abfolge von Happenings, die vergangene Zeitalter idealisierten. Menschen wurden mit historischen Fertigkeiten, Sitten und Gebräuchen aus unterschiedlichen Regionen der Welt vorgeführt. Kulturelle Fähigkeiten waren konserviert wie gefangene Tiere im Zoo.

 

„live now, pay later“-  lebe drauflos, denk nicht ans bezahlen  - Orgien, die das Egoistische und Brutalisierte in Menschen feierten, waren das andere Extrem. Menschen wurden angestachelt, möglichst keine Wertschätzung und kein Fingerspitzengefühl im Umgang mit anderen Menschen zu zeigen.

 

Die Kultur Katapulteure hatten ein schweres Erbe. Schaue wir uns einige Beispiele von Firmen an, die uns wieder kulturfreudig machen.

 

Kunstfächer  

Dieses Unternehmen mit Hauptsitz in Hobart, Tasmanien in Australien hat weltweit den Auszug von Kunst aus monumentalen Bauten wie z.B. Museen, Kunsthallen, Grossgalerien eingeleitet. Kunsterfahrung um die Ecke statt Kunstkonsum in Tempeln, dieses architektonische Konzept wird durch Kunstfächer überall auf der Welt in urbane und ländliche Wohnräume gebracht.

 

Bürger zahlen Kunstfächer für ihren Service fan out, die Pflege und Instandhaltung von wenigen Kunstwerken in Räumen, die nicht größer als 2 000 qm sind und für die Organisation von Kunstaufführungen, Theater, Musik, Tanz, an denen nicht mehr als 500 Menschen teilnehmen. Diese Auffaltung von Kunstorten hat als Nebeneffekt global zu einer Neunutzung der Monumentalbauten als Wohnraum geführt. Kunst Leben ist jetzt in vielen Stadtteilen und Dorfgemeinschaften. Kunstraub ist erheblich zurückgegangen.

 

Kultur Rowdies

Nein, nein, das ist keine Firma, die Kunst kaputt macht. Kultur Rowdies ist ein Unternehmen das sich der kulturellen Auseinandersetzung, nicht Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft widmet.

 

Nie werden Menschen nur zweier Kulturen zueinandergelassen, sondern immer die vieler. Es wird nicht gekuschelt und nur wenig erklärt. Stattdessen ist gewünscht, dass Gegensätze spielerisch aufeinander prallen. Der Workshop Kulturrundumschlag   - sweeping swipe - erfreut sich großer Unterhaltungsbeliebtheit. Man trifft sich, um sich gegenseitig kulturbedingte Vorurteile mit Schimpfwörtern an den Kopf zu werfen. „Du Kümmeltürke, du Langnase, du Schlitzauge, du Froschfresser, du Krautfresser,“ begleitet wird die Begegnung vom gegenseitigen aufeinander Einschlagen mit weichen Polsterprügeln.

 

In einer nächsten Runde geht es paradox zu – da müssen dieselben Beteiligten miteinander flirten  -  „Du Lotusblüte, du Ritter, du… „und sich gegenseitig ganz vorsichtig mit kleinen Köstlichkeiten füttern.  Dann wird unbedingt neutrale Distanz eingenommen. Kunden der Workshops wundern sich, wie tiefgreifend aufgestaute Wut verraucht und sie entspannt nach Hause gehen können. Bereits in die Geschichte ist der Rundumschlag einer Gruppe von Japanern, Ghanesen, Argentiniern und Dänen eingegangen. Sie alle haben sich irgendwann vor Lachen gekringelt und danach eine gemeinsame Nahrungsmittelfirma gegründet.

 

sanscriti

hat seinen Firmensitz in Chennai , Indien. Statt alte Kulturen aus aller Welt blutleer zu studieren, wird erforscht , welche Erkenntnisse für die Moderne zu entziffern sind. Die medizinische Kultur der nomadisch lebenden Roma und Sinti, die man noch vor Jahrhunderten abfällig Zigeuner nannte, wurde durch sanscriti Forschung für die Behandlung von Sterbefällen neu entdeckt.

 

Wasser Kultur

Ehemalige Ingenieure aus Klärwerken, Nachkommen von Ureinwohnern aus Australien und Afrika sowie Meeresbiologen haben sich in der Firma Wasserkultur zusammengeschlossen. Das Unternehmen, mit Sitz an den Niagara Wasserfällen in den USA und an der Quelle des Okawangoflusses in Angola, kümmert sich um unseren Umgang mit Wasser im täglichen Leben.

 

Die Workshops „ein Tropfen genügt“ sind immer ausgebucht. Menschen lernen, Wasser nicht einfach zu verbrauchen, sondern es als kostbare Ressource zu ehren. Der zusätzliche Produktvertrieb umfasst hoch-tenchnologische bis natürliche Instrumente der Wasserreinigung. Aus dem Firmenerlös konnten Wasserrechte, die sich Firmenmonopole angeeignet hatten, zurückgekauft werden.

 

Das war unser aktueller newsticker für Wirtschaftsfreuden. Herzlichen Dank für Ihre Neugierde.

 

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